Geschichte des Hauses

Das Asta-Nielsen-Haus in Vitte war eines der ersten von insgesamt vier auf der Insel  Hiddensee erbauten Häusern des Architekten Max Taut. Es entstand 1922/23 als Sommerhaus für die Berliner Familie Richard Müller.

Im Jahr 1929 verkaufte Richard Müller das Ferienhaus an die berühmte dänische Schauspielerin AstaNielsen. Diese verbrachte hier auf der Insel mit ihrer Tochter und ihrem Mann oft mehrere Monate im Sommer. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das Haus zu einem Treffpunkt für Freunde und Bekannte von Asta Nielsen, z.B. Joachim Ringelnatz mit Frau, Heinrich George und auch Gerhart Hauptmann.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kehrte Asta-Nielsen Deutschland den Rücken und ließ das Haus 1935 (1936) abgeschlossen mit dem gesamten Inventar zurück.

In den Kriegsjahren und nach den Jahren bis 1961 lebten nacheinander ca. 15 Familien, meist Kriegsflüchtlinge, in dem Haus. Die meisten Einrichtungsgegenstände von Asta Nielsen verschwanden in dieser Zeit. Nur wenige Möbelstücke aus ihrem Besitz blieben erhalten.

Seit 1962 vermietete die Gemeinde das Gebäude an das Lehrerehepaar Ehmer. Mit der Umnutzung als ganzjähriges Wohnhaus wurden Renovierungen und Umbauten nötig. So wurde der Kamin durch einen Kachelofen ersetzt und 1995 eine Gasheizung installiert.

1975 wurde das Asta-Nielsen-Haus unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 1989 erwarb die Gemeinde das Haus von den Erben von Asta Nielsen.

Mit dem Freizug des Gebäudes im Mai 2009 und jahrelangem Leerstand, wurde das Gebäude im Jahr 2014/15 umfangreich innen und außen saniert. Seit dem beherbergt es das Trauzimmer sowie eine Ausstellung zu Max Taut und Asta Nielsen.